«whale
zone 02»
–Symposium zum Schutz der Wale, Delfine und ihres Lebensraums
Im Sommer 2002 führte die ASMS (Schutz der Meeressäuger) ein Symposium zum Thema Wale, Delfine und das Meer durch. «Was uns alle angeht, können wir nur gemeinsam lösen» (Friedrich Dürrenmatt) – dieses, dem Anlass zugrunde liegende Motto führte internationale Kapazitäten aus Wissenschaft, Politik und Praxis in die Schweiz, weit ab vom Meer entfernt, wo sie mit ihren Beiträgen zukunftorientierte Zeichen für den Schutz der Meeressäuger setzten.
Nun
sind die eindrücklichen Vorträge in einem zweisprachigen
Buch (D/E) erschienen. Der bebilderte Tagungsband dient dazu, die Beiträge
einer breiten Öffentlichkeit langfristig zugänglich zu machen. Zu den
spannenden Referaten werden im Buch auch persönliche Interviews zwischen der
bekannten Schweizer Publizistin Dr. Yvonne-Denise Köchli und den
Referenten/-innen veröffentlicht. Sie werden über ihre Motivation, ihre
Visionen und Handlungsanweisungen befragt.
Für
alle,
die am Meer interessiert sind, ist das Whale Zone Buch ein fantastisches Nachschlagewerk, welches unter anderem fundierte
Informationen über Delfin-/Wal-Tourismus, Walfang, industrielle Fischereipraxis
und Meeresverschmutzung liefert.
Das
Whale Zone Buch mit 470 Seiten ist für alle Delfin- und Walfreunde ein Muss!
Mehr Informationen und Bezug des Buches unter www.whale-zone.ch
Europäische
Kampagne für lärmfreie Ozeane – Umsetzung des «whale zone 02» Symposiums in die Praxis
Fluglärm,
Strassenlärm, Siedlungslärm – ein Dauerthema. Kaum Thema war dagegen
bislang, dass vom Menschen produzierter Lärm zunehmend auch die Meere belastet.
Der Krach entsteht vor allem durch Schiffsmotoren und – neu – durch tief
schwingende militärische Sonargeräusche, sogenannte LFAS (low frequency active
sonar). Mit einer Stärke von bis zu 240 Dezibel, lauter als ein Düsenjet,
senden Kriegsschiffe Schallwellen aus. Weit schneller als in der Luft breiten
sich diese unter Wasser aus und werden von Objekten zurückgeworfen. So lassen
sich fremde Schiffe orten. Auch Wale und Delfine orientieren sich mit einer Art
natürlichem Sonarsystem. Der künstliche Sonarlärm kann dieses massiv stören.
Die Waltiere erleiden Stress, verlieren die Orientierung und werden durch die
militärischen Ortungssysteme zum Teil auch getötet. Abgesehen von den Walen,
haben sich die LFAS Studien bislang nicht mit den Einflüssen auf Fische und
andere marine Lebewesen befasst. «Wissenschaftliche
Untersuchungen über die Einwirkungen von hohen Schallpegeln auf Knochenfische
und Haie lassen jedoch den Schluss zu, dass LFAS auch diese Tiere massiv stören
oder sogar verletzen kann.» (Shark
Info/Dr. A. J. Godknecht)
Die ASMS hat aufgrund des hohen Gefährdungspotentials der militärischen Sonarsysteme im Anschluss an das «whale zone» Symposium eine europäische Koalition für lärmfreie Ozeane gegründet und gemeinsam mit Fachpersonen eine Petition gegen hochleistungsfähige Sonarsysteme ausgearbeitet. Der Koalition sind bereits zahlreiche, namhafte Organisationen beigetreten. Die Petition, welche bis anhin von 56'000 Menschen unterzeichnet wurde, sowie Hintergrundinformationen sind unter www.silentoceans.org zu finden. Jede Unterschrift zählt!
September 2003
Die ASMS (Arbeitsgruppe zum Schutz der Meeressäuger Schweiz) ist ein gemeinnütziger Verein und setzt sich auf verschiedenen Ebenen zum Schutz der Meeressäuger und ihrer Umwelt ein. Der Zielsetzung der ASMS nach sind die Meeressäuger in ihrem Recht auf Freiheit und Wohlbefinden zu respektieren.
Die Aktivitäten und Arbeitsgebiete konzentrieren sich neben allgemeiner Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zur Zeit vor allem auf die Bereiche Wal-, Delfin- und Robbenschutz, Industriefischerei, Umweltgefahren und wissenschaftliche Studien.
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